Bullet Journal starten

Wie du einen guten Einstieg findest

Na, hast Du Lust ein Bullet Journal zu starten? Super! Allein für die Absicht mit Hilfe eines Bullet Journals deine Alltagsstrukturen anzugehen, kannst du dir schon einmal kräftig auf die Schulter klopfen.

Die Vorteile eines Bullet Journals

Du hast alles Wichtige auf einen Blick und an einem Ort gesammelt. So geht nichts verloren.
Absolute Flexibilität. Wie du dein Bullet Journal füllst ist komplett deine Sache. So kannst du es exakt nach deinen Bedürfnissen gestalten.
Behalte den Überblick und erreiche Deine Ziele. Du glaubst gar nicht, wie gut es tut, Aufgaben als erledigt zu kennzeichnen.

Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft.

Ryder Carroll | Erfinder der Bullet Journal-Methode

Alles unter einen Hut bekommen, fokussierter und produktiver sein, endlich Ordnung ins Gedankenchaos bringen, persönliche Erfolge verfolgen: das alles klingt sehr verlockend. Ich habe allerdings mitbekommen, dass bei vielen große Unsicherheit oder sogar Angst besteht, ein eigenes Bullet Journal anzufangen. Das liegt häufig daran, dass viele von den kreativen, künstlerischen, bunten und aufwendigen Ideen und Möglichkeiten auf Instagram und Pinterest komplett überfordert sind. Das kenne ich! Glaub mir, so geht es den meisten, bevor sie die ersten Seiten gestalten.

Dein Bullet Journal muss kein Kunstwerk sein

Aber ich kann dich beruhigen: Für ein Bullet Journal musst du keinesfalls künstlerisch begabt sein, denn in erster Linie ist das Bullet Journal ein reines Planungstool für deine Ziele, Aufgabe und Termine.

Erst im zweiten Schritt und auch nur dann, wenn du das möchtest, kann es für dich auch zu einem Ort werden, an dem du dich kreativ auslebst. Das ist ganz individuell und verändert sich häufig auch im Laufe der Zeit. Genau so war es auch bei mir.

Kurzanleitung für Anfänger mit Hang zum Minimalismus

Also, du weißt grob, was ein Bullet Journal ist, hast ein leeres Notizheft vor dir und findest nicht so recht den Anfang?

Für einen Einstieg ohne Frustration und langes Recherchieren, möchte ich dir hier, kurz und knackig, die ersten Schritte für den Beginn eines Bullet Journals zeigen.

Step 1 | Überlege Dir, was Du brauchst

Okay, los gehts! Kümmere dich zunächst nicht um die Gestaltung und Aufteilung der Seiten sondern widme dich dem, was du in deinem Bullet Journal notieren möchtest. Am besten schnappst du dir ein leeres Blatt Papier und schreibst alles auf was dir dazu in den Sinn kommt.

Tipp | Um das herauszufinden, helfen Dir vielleicht die Antworten auf folgende Fragen:

  1. Was hat Dir bei anderen/früheren Terminplanern gefallen oder gefehlt?
  2. Fallen dir schon ein paar Themen, Vorhaben oder Listen ein, wofür du dein Bullet Journal nutzen möchtest?
  3. In welchen Bereichen möchtest Du Dich weiterentwickeln?

Interessiert dich, wie meine Antworten damals lauteten?

bullet journal fragen

Es ist vollkommen normal, dass sich der Inhalt Deines Bullet Journals über die Zeit verändert. Womöglich erweiterst Du es. Oder Seiten, die dir zu Beginn total praktisch vorgekommen waren, nutzt du einfach nicht. Willkommen im Bullet Journal Universium! Genau das ist überhaupt kein Problem. Gerade diese Flexibilität ist einer der größten Vorteile eines Bullet Journals. Es entwickelt sich mit dir und deinem Leben, wie du es gerade brauchst.

Mir persönlich war wichtig, alles an einem Ort zu sammeln, quasi ein Kopf, ein Tool. Und ich brauchte einen übersichtliches System für meine kreativen Projekte.

Step 2 | Index erstellen

Du hast dir einen groben Plan gemacht? Sehr gut. Dann schnapp dir jetzt dein Notizbuch. Beginne mit dem Index (Inhaltsverzeichnis) und dem Future Log (Jahresübersicht), zwei der vier Hauptbestandteile nach Ryder Carrolls Methode. Beide sollten in einem Bullet Journal nicht fehlen, denn sie helfen den Überblick zu behalten. Außerdem ist eine extra Seite für deinen Key hilfreich.

Der Index hilft dir deine Gedanken schnell wieder zu finden. Er befindet sich meistens auf den ersten Seiten im Bullet Journal. Reserviere für ihn am besten zwei ganze Doppelseiten.

Index im Bullet Journal erstellen
Index erstellen

Step 3 | Key festlegen

Der Key oder Schlüssel ist dein persönliches Symbolverzeichnis. Für das Führen des Bullet Journals darf er nicht fehlen. Mit ihm legst du Symbole fest, wie du einzelne Handlungen kennzeichnest. Wenn du hier tiefer in die Methodik einsteigen möchtest, dann schau dir unbedingt meinen Beitrag zum Thema Rapid Logging an. 

Kurz gesagt: Rapid Logging ist die Sprache deines Bullet Journals. Es ermöglicht das ordnen, verfolgen, verschieben und erledigen von Aufgaben, Terminen und Erlebnissen.

Einen typischen Key siehst du auf dem folgenden Bild. Er ist sehr minimalistisch und simpel. Natürlich kannst du auch weitere oder andere Symbole verwenden und damit deinen Key komplett an deine Bedürfnisse anpassen.

Key im Bullet Journal festlegen
Key

Step 4 | Future Log erstellen

Mit dem Future Log planst du in der Zukunft liegende Termine und Aufgaben. Du kannst das Future Log, wie jedes Element eines Bullet Journals, nach eigenem Belieben aufbauen. Wichtig ist, dass du dir eine Möglichkeit schaffst, die wichtigsten Ereignisse und Termine für die nächsten Monate im Blick zu haben.

Future Log im Bullet Journal erstellen
Future Log erstellen

Step 5 | Monthly Log erstellen

Der Monthly Log gibt dir Gelegenheit tief Luft zu holen, bevor du in den kommenden Monat startest. Er zeigt dir übersichtlich, was du tun musst und welche Termine anstehen. Mir hilft der Monthly Log auch regelmäßig dabei, Zusammenhänge zwischen Aufgaben zu sehen und den Fokus beizubehalten bzw. wieder zu erlangen.

Es gibt unglaublich viele Arten Monatsübersichten zu gestalten. Sie sind so individuell, wie das Bullet Journal selbst. Ich halte es bewusst einfach. Ich möchte auf einen Blick alle anstehende Termine und Aufgaben für den aktuellen Monat sehen.

Tipp: Achte darauf, deine Einträge so kurz wie möglich zu halten, da der Monthly Log lediglich als Referenz gedacht ist.

Monthly Log im Bullet Journal erstellen
Monthly Log erstellen

Step 6 | Daily Log erstellen

Jetzt gehts ans Eingemachte! Im Daily Log widmest du dich dem heutigen Tag und all deinen Terminen, Ereignissen und Aufgaben. Die Logs dürfen so lang werden, wie du möchtest. Auch gerne über zwei oder drei Seiten, wenn du Vielschreiber bist und die Dailys zusätzlich als Tagebuch nutzen willst.

Verwende die Symbole aus deinem Key, um die einzelnen Einträge einer Kategorie zu zu ordnen. Fang am besten gleich heute damit an, ein paar Minuten Zeit am Morgen für dein Daily Log zu reservieren. Bei mir wurde, nach einer kurzen Gewöhnungsphase, das Beginnen eines neuen Tages mit einer leeren Seite schnell zu einem beruhigenden Ritual.

Daily Log im Bullet Journal erstellen
Daily Log erstellen

Tipp: Hast du dir eigentlich in der letzten Zeit mal etwas Gutes getan? Räume dir auch Zeiten für dich ein, in denen du dich mit deiner Lieblingsbeschäftigung beschäftigst. Nicht alle Aufgaben und Termine, die man so mit sich herum schleppt sind so wichtig, wie man denkt. Überlege, wieso du diese Aufgabe machen musst.

Step 7 | Spezielle Seiten (Collections)

Super, wenn du bist hierhin gekommen bist! Du hast jetzt dein persönliches BuJo-Grundgerüst aufgestellt und kannst dich um ein paar persönliche Doppelseiten, wie beispielsweise eine Übersicht über Deine Wünsche und Ziele für das aktuelle Jahr, kümmern. Solche besonderen Seiten nennt Ryder Carroll übrigens “Maßgeschneiderte Collections”.

Hier mal ein paar Anregungen:

  • Bücherlisten
  • Platz für Gedanken und Geistesblitze
  • Geburtstage
  • Putzpläne
  • Ziele und Wünsche
  • Einnahmen und Ausgaben
  • Workout-Pläne
  • Projekte
  • Rezepte

Für mehr Inspiration und Seiten-Layouts schau doch mal hier vorbei.

Und jetzt bist du dran!

Keine Scheu! Ein Bullet Journal zu starten ist einfacher als gedacht. Ich hoffe meine Anleitung konnte dir bei deiner Bullet Journal Planung helfen. Ich habe es bewusst einfach und minimalistisch gehalten. Leg los und probiere es aus! Das Schöne am Bullet Journal ist ja: Man kann nichts falsch machen. Hier noch ein paar inspirierende und hilfreiche Blogs, die mir am Anfang viel geholfen haben:

Viel Spaß und Freude beim Gestalten!

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