collections und wie du sie nutzen kannst

Collections und wie Du sie nutzen kannst

Die Collections oder in Deutsch „Sammlungen“ machen Dein Bullet Journal endgültig zu Deinem persönlichen Vertrauten. Sie erinnern, motivieren, fördern und entwirren Deine individuellen und persönlichen Vorhaben. Denn sie sind Seiten, auf denen Du Ideen, Gedanken, Stichpunkte, TO DOs etc. zu einem bestimmten Thema oder einer bestimmten Aufgabe sammeln kannst. Ich zeige Dir hier einfache Anregungen und Inspiration für Collections und wie Du sie nutzen kannst.

Das Erstellen einer Collection kann ein befreiendes Unterfangen sein. Schon häufig habe ich festgestellt, dass sich Gedanken gut ordnen lassen, wenn ich sie aufschreibe und auf dem Papier sortiere.

Praktischerweise versetzt Du Dich außerdem dadurch in die Lage, eigene Probleme zu lösen.

Raum für umfangreiche TO DOs und Aufgaben

Meistens entwickelt sich bei mir eine neue Collection aus Aufgaben in meinen Dailys. Hin und wieder sind Aufgaben umfangreicher als ein paar kurze Stichpunkte, sodass der Platz im Daily nicht ausreicht. Vielleicht müssen auch einige Entscheidungen getroffen oder Dinge recherchiert werden. Genau dafür eignet sich eine eigenständige Collection.

Ein Beispiel: Die Aufgabe „Job wechseln“ beinhaltet wahrscheinlich sehr viele Teilaufgaben, Abwägungen und Entscheidungen. Mal eben an einem Tag seinen Job zu wechseln, ist unrealistisch – für mich zumindest, da ich eine solch weitreichende Entscheidung auf Basis von gut durchdachten Argumenten getroffen werden sollte.

Urlaub planen Collection
Urlaub planen | Ein Fall für eine neue Collection

Du kannst aber auch eine Collection zum Thema „Urlaub planen“ erstellen. Schließlich sind an einen Urlaub auch viele Entscheidungen zu organisieren. 

Eine maßgeschneiderte Collection gestaltet sich anhand eines bestimmten Bedürfnisses.

Ryder Carroll

Fang mit einer leeren Doppelseite an

Gibt es etwas, dass Du ergründen möchtest? Ein Problem, das Dich schon lange beschäftigt? Eine Aufgabe, die Dir unlösbar erscheint? Oder ein Ziel, das Du gerne erreichen möchtest? Gibt es etwas, dass bei Dir häufig Stress, Selbstkritik, Überforderung oder Frustration hervorruft? Mit einer Collection zu Deinem Thema schaffst Du einen Raum, um Dir klar zu werden, wie eine Lösung aussehen könnte. Glaub mir, sich in einer Collection mit dem Thema zu beschäftigen, hilft klare Gedanken und Entscheidungen zu treffen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Ich weiß, es ist schwer sich mit den eigenen Schwächen oder Problemen auseinander zu setzen. Aber glaub mir, allein der Schritt dies in Form einer Collection anzugehen ist bereits ein Erfolg, den Du unbedingt würdigen solltest!

Gib dann Deiner neuen Collection als erstes eine sinnvolle Überschrift und trage die Seitenzahl in Deinem Index ein, damit Du sie später wieder findest. Danach hangele ich mich meistens an folgenden drei Schritten entlang: 

  1. Brainstorming
  2. Beweggründe
  3. Möglichkeiten

# 1: Brainstorming | Was?

Erfasse beim Brainstorming alle Gedanken zu dem Thema, die Dir spontan in den Kopf kommen. Lade alle Wörter, Assoziationen, vielleicht auch Bilder und Ideen ab.

Das geht auch in Form eines Mind-Maps sehr gut. Nimm Dir dafür so viele Seiten wie Du brauchst.

Brainstorming für das Erstellen einer Collection
Brainstorming

# 2: Beweggründe | Wieso?

Dann geht es weiter mit dem warum. Das ist häufig etwas anstrengend, denn Du beschäftigst Dich mit Deiner Motivation ein Problem anzugehen. Welchem Bedürfnis entspricht das Thema oder die Aufgabe Deiner Collection? Warum genau möchtest Du das angehen? Häufig gehen Gedanken zu Schwächen und Ängsten mit Hilflosigkeit und im Schlimmsten Fall mit Resignation daher. Aber das muss nicht so bleiben. Schau nicht weg, sondern untersuche und hinterfrage was Dich ängstigt.

Wenn Du Deinen Ängsten mit Neugier begegnest, gibt Dir das Mut neue Wege zu gehen.

Und es ist wichtig, dass Du Deine Beweggründe kennst, um sicher zu sein, dass Du in die richtige Richtung gehst. Stelle also eine beliebig lange Liste mit all Deinen Beweggründen auf.

Beweggruende für das Erstellen einer Collection
Was ist Deine Mission? Ich möchte … (was), damit ich … (warum), indem ich … (wie).

# 3: Möglichkeiten | Wie?

Nachdem die Liste mit Gründen erstellt ist, überlege Dir wie Du das Problem angehen könntest und welche Möglichkeiten zur Verbesserung Du hast. Wenn Du keine Lösung weiß, hilft es vielleicht Dich zu fragen „was ist das schlimmste was passieren könnte?“. Überlege Dir auch, welchen Verpflichtungen Du unterliegst und ob Du es anderen oder auch Dir recht machen solltest.

Hast Du Deine Möglichkeiten erfasst, kannst Du Deine weiteren Schritte planen. Welcher Punkt findet bei Dir die größte Akzeptanz? Für welche Lösung brennst Du am meisten? Dieser Punkt wird Dein Ziel. Auf einer weiteren Doppelseite kannst Du Dir dieses Ziel vornehmen und in einzelne, umsetzbare Aufgaben zerlegen.

Das ist Dein Schlachtplan. Jeden Punkt den Du erledigst, wird ein Erfolg sein und Dich motivieren. 

Schlachtplan mit Hilfe einer Collection
Schlachtplan

Es muss in Collections nicht immer ernst zu gehen

Unter den Begriff „Collections“ fallen auch alle möglichen Tracker, Dankbarkeitsseiten, Packlisten oder Seiten mit Zitaten. Du musst Dich in Deinen Collections nicht ausschließlich mit Aufgaben oder ernsten Problemen beschäftigen. Und das liebe ich so daran. Collections sind so individuell wie der Mensch, der sie entwirft.

Eins solltest Du aber beachten und ich sage das jetzt mal ganz direkt: Collections sollten Dir unbedingt etwas bringen. Klar kannst Du Deine Lieblingsserien auf Netflix untereinander auflisten. Aber hat das einen Mehrwert für Dich? Wofür schreibst Du das auf? Bringt Dir das etwas?

Wenn Du diese Fragen nicht eindeutig beantworten kannst, solltest Du die Collection ein wenig überdenken. Vielleicht möchtest Du ja den Inhalt der Serien kurz zusammenfassen und bewerten, um im Nachhinein gute Serienempfehlungen auszusprechen? Das klingt schon eher nach einem persönlichen Mehrwert! 

Ein weiteres Beispiel: Du bist bei dem Füllen Deines Bullet Journals immer sehr perfektionistisch und ärgerst Dich, wenn Du einen Fehler machst oder eine Linie krumm wird? Erstelle eine „Mut zu Fehlern-Collection“ und kritzele einfach drauf los. Auf diesen Doppelseiten darfst Du Dich verschreiben, radieren, durchstreichen und Dich einfach austoben.

Werde Dir gewiss, dass keiner Deiner Fehler „kriegsentscheidend“ ist!

Mut zu Fehlern Collection
Collection: Mut zu Fehlern

Index, Future Log, Monthly Log und Daily Log sind die vier Hauptcollections

des Bullet Journals. Alle weiteren sind maßgeschneiderte Collections für den persönlichen Bedarf. 

Ryder Caroll
hauptcollections
Hauptcollections: Index, Future Log, Monthly Log, Daily Log

Weitere Ideen für Collections

Ich habe Dir hier meine Lieblingscollections herausgesucht, die meist einen Platz in meinem Bullet Journal finden: 

  • Finanzen-Tracker
  • Bücherliste mit Bewertung
  • Sport-Tracker
  • Handballübersicht und Spiele-Tracker
  • Zitate
  • Projektübersichten
  • Intervallfasten-Tracker
  • Level 10 Life 
  • Don´t forget to …
  • Hautpflege
  • Wunschzettel
  • Ziele
Books to read Collection
Collection: Books to read

Die Aufzählung ist alles andere als abschließend. Schau gerne bei meinem Pinterest Board „Bullet Journal – Ideen und Inspiration“ im Unterordner „Collections“ vorbei. Dort findest Du diverse Gestaltungsmöglichkeiten für Collections. 

Nutzt Du auch Collections für Deine Aufgaben oder Projekte? Welche Erfahrungen hast Du damit bereits gesammelt? Ich bin gespannt, Deine Erfahrungen zu hören. 

Ein Gedanke zu „Collections und wie Du sie nutzen kannst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben