start meiner kreativen reise

Über meine Reise zum kreativeren ICH // Teil 2

Inzwischen ist der dritte Advent vorbei und mit Schrecken fiel mir gestern Abend ein, dass ja noch der zweite Teil meines kleinen Kreativ-Berichts zum Creative Soul Programm von Rosy & Grey aussteht. Den möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten, denn besonders die beiden letzten Wochen im Kurs haben bei mir eine riesen Veränderung ausgelöst. Also los gehts mit Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich.

Während in der ersten Woche der Grundstein für das richtige Mindset gesetzt wurde und ich meine innere Gedankenwelt in Bezug auf meine Kreativität und mich selbst positiv ausgerichtet habe, ging es in der zweiten Woche den Ausreden an den Kragen.

Zu wenig Zeit, zu viel anderes zu erledigen, zu wenig Platz, zu müde, zu wenig Ideen … ich habe nun einen Plan, wie ich dem inneren Schweinehund begegen kann. Dazu zählt inzwischen auch eine kleine Ideenliste in meinem Bullet Journal, um überhaupt ins Tun zu kommen.

Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich Ideenliste
Das ist eine kleine Ideenliste, die ich mir notiert habe. Ob ich alles umsetze? Mit Sicherheit nicht. Aber es ist schön ein paar Ideen für ideenlose Tage parat zu haben!

Die Fokusthemen für die letzten beiden Wochen standen ganz im Sinne der persönlichen kreativen Entwicklung und individuellen Entfaltung. Mit vielen kleinen Stubsern und anregendem Input führte uns Lea durch kurze, inspirierende Übungen und holte mich persönlich erstaunlich stark aus der Reserve.

Woche 3: In den kreativen Flow kommen

Vielleicht hast du auch schon mal gemerkt, dass es in Wahrheit nicht an Ideen und an Inspiration mangelt. Das Internet und die Welt um uns herum ist voll davon.

Lea zeigte mir, dass es eigentlich andere Dinge sind, die meine Inspiration blockieren. Zum Beispiel der bereits im ersten Teil erwähnte Perfektionismus.

Perfektionismus ist …

  • eine Verkleidung, hinter der sich Angst versteckt
  • die Angst nicht gut genug zu sein
  • die Angst vor dem Urteil anderer
  • die Angst vor dem Scheitern
  • ein Schutz, der dich vor vermeindlichen Fehlern bewahren soll, dich aber eher davon abhält, das zu tun, was wirklich für dich zählt und dir Freude macht

Ich finde diesen Perfektionismuss echt sehr frech! Bei mir ist er gefühlt immer und bei allem mit von der Partie. Egal ob es nun um lettern, malen, zeichnen geht oder bei der Arbeit, beim Sport und im Alltag. Ein überaus hartnäckiger Geselle. Ist bei dir ähnlich? Ich kann dich beruhigen, denn es gibt ein paar Dinge, die ich gelernt habe, die in in die Schranken weisen können! Du musst dir nur ein paar Fragen stellen …

Worum geht es hier wirklich?

Es geht in Wahrheit nicht um das perfekte Ergebnis. Sondern darum Spaß am kreativ sein zu haben, sich auszuleben und Neues auszuprobieren. Erinnere dich daran!

Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich Perfektionismus begegnen
Hier sollte ich aus einem Stück Papier etwas kreatives entstehen lassen. Mein letzter Kassenbon lag direkt neben mir und hat daher herhalten müssen.

Würde ich genauso auch mit z.B. meiner besten Freundin sprechen?

Völlig krumm und schief. Du kannst das doch überhaupt nicht. Schmeiß das weg, das will doch keiner sehen. Was hast du dir dabei gedacht? So eine Zeitverschwendung!

Wie würdest du reagieren, wenn jemand so über deine kreative Arbeit, seien es Letterings, Zeichnungen oder Malereien spricht? Vermutlich wärst du (vollkommen zu Recht) sehr gekränkt. Und würdest darauf hinweisen, dass Kritik konstruktiv sein soll und Beleidigungen ein absolutes No-Go sind. Genau so ist es!

Aber was sagt deine innere Stimme zu dir, wenn du mit deinem Ergebnis unzufrieden bist? Meistens genau diese Wörter bzw. Sätze. Warum greifst du dich selbst so hart an? In einer Form, die du von niemandem akzeptieren würdest?

Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich Sonnenaufgang
Das war eine tolle Aquarell-Übung und soll mir sagen, dass alles gut ist. Und ich eher die postiven Dinge sehen sollte.

Ich möchte den Blick auf das Positive lenken, mich selbst loben und feiern. So sollte man auch mit sich sprechen. Wie man es von anderen erwartet. Kritik ist okay, wenn sie in der richtigen Form geäußert wird.

Dass das nicht immer und vor allem nicht sofort klappt ist normal. Es ist wie alles ein Prozess, dem ich mich stellen möchte.

Wieso genieße ich nicht den Prozess?

Ich möchte immer alles perfekt machen, aber vergesse den Weg dahin zu genießen. Das perfekte Bild ist eine Illusion, denn so viel habe ich inzwischen gemerkt, die kreative Reise hört nicht auf. Man wird besser mit der Zeit. In kleinen Schritten und auch hin und wieder mit Frustration und Fehlern. Aber genau diese Fehler gehören dazu und machen den Prozess umso wertvoller.

Ich habe durch Fehler, die ich gemacht habe, so schnell Neues gelernt. Wie zum Beispiel auch, diesen Blog ins Leben zu rufen. Das hat mich Monate an frustrierender Arbeit gekostet, denn leider war meine Fachrichtung in der Mediengestalter-Ausbildung auf PRINT und nicht DIGITAL ausgerichtet.

Jetzt blicke ich zurück und bin stolz auf mich. Dass ich WordPress beherrsche und dir hier meine Gedanken und Tricks zum Lettering und Bullet Journaling mitteilen kann.

Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich Aquarell
Aufgabe: Male eine Glaskugel mit beliebigem Innenleben.

Woche 4: Den eigenen kreativen Weg finden

Es ist schwer sich und den eigenen Weg zu finden. Das gilt für die Kreativität, als auch fürs Leben im Allgemeinen. Ich habe eins in der letzten Woche des Creative Soul Programmes aber für mich festgestellt. Niemand ist wie ich. Nur ich bin ich.

Letztlich geht es nicht darum die Welt neu zu erfinden, sondern meine eigene Art zu finden, wie ich Dinge interpretiere und ausdrücke.

Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich Zeichnung in 5 Minuten
Puh in 5 Minuten etwas skizzieren… der Horror für eine wie mich, die sich lieber lange Zeit lässt. Das Ergebnis – gar nicht so schlecht oder?

Zu erst sollte man Anleitungen und Vorlagen nachmalen und nachmachen, um Neues kennenzulernen. Das ist vollkommen okay.

Die eigentliche Challenge ist es, ein, zwei Änderungen zu machen oder Elemente neu zu ordnen, weil du es anders interpretierst.

Den eigenen Stil kann ich nur finden, wenn ich Dinge ausprobiere und mich selbst kennen lerne.

Lea hat uns in dieser Woche wieder viele verschiedene Übungen gezeigt und das hat echt geholfen, dass ich mich selber mal reflektiere. Was macht mich eigentlich aus?

Es ist so schön, dass ich in meinem Sketchbook eine Zusammenfassung von dem habe, was meine Werte sind und wie ich daraus kreative Motive entwickelt habe.

Teil 2 meiner Reise zum kreativeren Ich eigener Stil
Aus einer selbstgewählten Farbe (blau), einer Form (Dreieck) und einem Objekt (Tanne) entstand bei mir dieses schöne Motiv. Ich war selbst im Nachinein ganz erstaunt.

Fazit

So viele Übungen, Tipp, Tricks und Anregungen. So viel Selbstliebe und Augenöffner für das eigene Ich. Kreativitäts-Boost x 100! Unfassbar, was in einem Monat so passieren kann. Der November liegt nun schon drei Wochen hinter mir und ich bin voll uns ganz in die kreative Ausgestaltung der Weihnachtszeit eingetaucht.

Ich habe Postkarten, Grußkarten, Weihnachtskarten, Topfuntersetzer und Holz belettert, Aquarellmalen kennen und lieben gelernt, erste Aufträge erhalten und verkauft, auf Instagram Fuß gefasst und bin Teil einer wundervollen Lettering-Community geworden. Ich kann nur sagen: Danke Lea von Rosy & Grey, der Kurs hat sich wirklich gelohnt. Und er war nur der Anfang …

Und was ist mit dir? Hast du eine ähnliche kreative Reise erlebt? Schreibe mir gerne deine Erfahrungen in die Kommentare!

Ein Gedanke zu „Über meine Reise zum kreativeren ICH // Teil 2

  1. So ein toller inspirierender Beitrag! Danke für deine Offenheit, das stärkt auf jeden Fall die Selbstwahrnehmung und gibt Mut für Veränderung! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben